GenZ: Jung, dynamisch, vereinbarend

Was erwarten die zwischen 1995 und 2010 Geborenen von der zukünftigen Arbeitswelt und was sind sie bereit in ihren Job zu investieren? Welche Rolle spielt für sie die Vereinbarkeit? Diese Fragen ging die gemeinsame Untersuchung der berufundfamilie und des Campus M21 (Nürnberg) unter dem Titel „Generation Z und ihre Erwartungen an die Arbeitswelt“ an. Als Vorstudie – mit 42 Tiefeninterviews und der Online-Befragung von 177 Teilnehmenden – liefert sie erste Hinweise, die in einer repräsentativen Hauptstudie derzeit weiter verfolgt werden.

 

Besonders interessant finde ich das Handlungsfeld 1Arbeitzeit:

Bei der Frage, in welcher Situation sie sich vorstellen könnten, von Vollzeit in Teilzeit zu wechseln, nennt die Generation Z die Pflege von Familienmitgliedern (79 % Zustimmung) – vor Kinderbetreuung (71 % Zustimmung) und finanzieller Unabhängigkeit (66 % Zustimmung). Immerhin ein Drittel der Digital Natives (33 % Zustimmung) würde ihre Arbeitszeit zugunsten von Freizeit reduzieren wollen.

 

Die gesamte Studie können Sie hier anfordern:

https://berufundfamilie.de/forms/33-jinbound-landing-pages/9-gen-z

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Forschungsbericht Chancengleichheit am Arbeitsplatz vom Dezember 2018

Interessantes aus dem Bericht der Forschungskooperation des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS):

Der Bericht hebt sich von anderen Studien dadurch ab, dass neben den objektiven Faktoren auch die subjektive Einschätzung von Frauen und Männern hinsichtlich der am Arbeitsplatz erlebten Chancengleichheit und die Zufriedenheit mit dem Job und der Vergütung gegenüber gestellt werden.

Das Wichtigste in Kürze

•  Frauen nehmen seltener an Kursen der beruflichen Weiterbildung teil als Männer. Dies gilt vor allem für Teilzeitbeschäftigte. Frauen ohne Vorgesetztenfunktion bekommen
seltener ein entsprechendes Angebot des Arbeitgebers als Frauen mit Vorgesetztenfunktion. Frauen und Männer haben dieselbe Wahrscheinlichkeit, anMitarbeitergesprächen teilzunehmen. Die Dauer der Gespräche ist bei teilzeitarbeitenden Frauen geringer als bei Männern.

• Frauen sind seltener in Führungspositionen als Männer. Der Unterschied ist fürTeilzeitbeschäftigte fast doppelt so hoch wie für Vollzeitbeschäftigte. Teilzeitbeschäftigte Frauen sowie Frauen ohne Vorgesetztenfunktion fühlen sich von ihrem Arbeitgeber weniger gefördert als Männer.
• Frauen in Vollzeit und mit Vorgesetztenfunktion nehmen formelle Regeln und Prozeduren zur Entscheidungsfindung im Vergleich zu teilzeitarbeitenden Frauen und vollzeitarbeitenden Männern bzw. Männern mit Vorgesetztenfunktion als ungerechter
wahr. Teilzeitbeschäftigte Frauen fühlen sich etwas gerechter von ihrem direkten Vorgesetzten behandelt als vollzeitbeschäftigte Frauen und Männer.Frauen und Männer unterscheiden sich nicht in ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit allgemein und ihrem Gehalt im Speziellen.
• Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist im Durchschnitt um 7 Prozent geringer als der Anteil von Frauen an allen Beschäftigten.
• Knapp 23 Prozent der Betriebe verfolgen 2014 das Ziel, den Anteil von Frauen inFührungspositionen zu erhöhen. Im Jahr 2012 waren es noch 26 Prozent. Branchen unterscheiden sich nur wenig in Bezug auf das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen
zu erhöhen. 71 Prozent der Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten
verfolgen das Ziel weder in 2012 noch in 2014. Knapp 40 Prozent der großen Betriebe verfolgen das Ziel in beiden Jahren.
• Über 40 Prozent der Betriebe geben an, dass sie Führungspositionen ausschließlich nach Qualifikation besetzen. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit für Führungskräfte und spezielle Weiterbildungen sind 2014 die häufigsten Maßnahmen der Frauenförderung.“

Den gesamten Artikel finden Sie hier: https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/60825/ssoar-2018-steffes_et_al-Chancengleichheit_am_Arbeitsplatz.pdf?sequence=1

Frauen zeigen, wie das Tandem funktioniert

In Teilzeit führen oder sogar im Doppelpack funktioniert nicht, meint mancher Managementberater. Praxisbeispiele aus der KfW und der Sparda-Bank Berlin aber beweisen das Gegenteil. Sie verdeutlichen, wie Jobsharing gelingen kann und Vorgesetzte auch ohne Vollzeit ihrer Rolle gerecht werden.

Text von Rainer Spies, Interviewauszüge von Brigitte Abrell

Artikel aus dem BANKMAGAZIN, Für Führungskräfte der Finanzwirtschaft, Ausgabe 01/2019, mit freundlicher Genehmigung von http://www.springerprofessional.de:

Carla Berke ist Teamleiterin in der Entwicklungsbank der KfW und führt mit einer Kollegin eine Gruppe von zwölf Mitarbeitern im Tandem, auch Jobsharing-Modell genannt. Das Team kümmert sich um die Finanzierung von Stadtentwicklungs-und Mobilitätsprojekten in Indien und Bangladesch. „Wir ergänzen uns fachlich sehr gut“, berichtet die KfW-Managerin über die Doppelspitze. Berke war beruflich vier Jahre in Indien und will nun in Teilzeit arbeiten, um ihre Familie hier in Deutschland „wieder ans Laufen“ zu bringen. Sie stellt in dem Duo die Länderkunde und Führungserfahrung zur Verfügung, ihre Kollegin die Fachexpertise zum Einsatz von Marktmitteln. Berke und ihre Tandem-Partnerin füllen jeweils 65 Prozent einer vollen Stelle aus, das entspricht etwas mehr als 25 Stunden in der Woche.

Diese Variante gilt statistisch nicht mehr als vollzeitnah. Die beiden KfW-Expertinnen gehören damit hierzulande zu einer kleinen Gruppe. Laut dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung arbeiten in der Bundesrepublik nur neun Prozent der Führungskräfte in nicht vollzeitnaher Teilzeit,  worunter man weniger als 30 Stunden in der Woche versteht. In Island sind es dagegen 22 Prozent. Allein das zeigt, dass Führung in Teilzeit möglich ist, wenn es gewollt und rechtlich begünstigt ist sowie organisatorisch flankiert wird. Weiterlesen

Brückenteilzeit ist ab 01.01.2019 Gesetz

Seit dem 1. Januar 2019 gilt die Brückenteilzeit. Sie ermöglicht zeitlich befristete Teilzeitarbeit mit einem Rückkehrrecht in die vorherige Arbeitszeit.

Dies gilt auch für Führungskräfte!!!!

Voraussetzung für die neue Brückenteilzeit ist:

  • Der Arbeitgeber beschäftigt in der Regel mehr als 45 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
  • Das Arbeitsverhältnis besteht länger als sechs Monate.
  • Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer stellt beim Arbeitgeber einen Antrag, die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit (Vollzeit- oder bisherige Teilzeitarbeit) für einen bestimmten Zeitraum, der zwischen einem und fünf Jahren liegt, zu verringern.
  • Es müssen keine bestimmten Gründe (z.B. Kindererziehung, Pflege) vorliegen.
  • Der Antrag wird mindestens drei Monate vor Beginn der gewünschten Verringerung in Textform gestellt.
  • Es stehen keine betrieblichen Gründe, die die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigen, entgegen.
  • Für Arbeitgeber, die zwischen 46 und 200 Arbeitnehmer beschäftigen, gilt eine besondere Zumutbarkeitsgrenze: Selbst wenn die übrigen Voraussetzungen vorliegen, müssen diese Arbeitgeber nur einem pro angefangenen 15 Arbeitnehmern den Anspruch auf Brückenteilzeit gewähren.

Quelle: bmas. Hier finden auch weitere Informationen: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Brueckenteilzeit/brueckenteilzeit-artikel.html

Arbeitszeit reduzieren: Als Führungskraft in Teilzeit gehen? Fragen zur Entscheidung

Sie sind Führungskraft, wünschen sich aber mehr Zeit außerhalb Ihres Berufs? Führung in Teilzeit hat viele Vorteile, aber auch Risiken und Nebenwirkungen, die Sie gegeneinander abwägen sollten. Die folgenden Fragen und Antworten helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

  • Kann ich mir Arbeiten in Teilzeit leisten?
  • Wie soll ich die Arbeit schaffen?
  • Wie passt ein Teilzeitjob in die Unternehmensstrukturen?
  • Wird mein Ansehen wegen der Teilzeitarbeit leiden?
  • Werde ich im Büro entbehrlich werden?
  • Werde ich an Einfluss verlieren?
  • Werde ich während meiner Abwesenheit Wichtiges verpassen?
  • Begebe ich mich mit Teilzeit ins Karriere-Aus?
  • Passt es zur Vorstellung von mir selbst, in Teilzeit zu arbeiten?

Die Antworten finden Sie in meinem Artikel für das Online-Fachmagazin für Management und Organisation vom 13.12.2018: https://www.business-wissen.de/artikel/arbeitszeit-reduzieren-als-fuehrungskraft-in-teilzeit-gehen-fragen-zur-entscheidung/?ref=nl.

Frauenförderung in der Metall- und Elektroindustrie in Bayern mit Vorbildfunktion, Veranstaltung am 20.11.2018 in München

Mit Ihrer Netzwerk-Veranstaltung: „Forum Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte“ haben die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber Maßstäbe zur Frauenförderung gesetzt. Im Design Offices Highlight Towers, hoch über den Dächern von München, wurde eine Plattform geschaffen, bei der Frauen, die bereits Führungsverantwortung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie tragen oder zukünftig tragen möchten, ihre Netzwerke ausbauen und in zwangloser Atmosphäre Erfahrungen austauschen können.

Begründung für dieses neue Veranstaltungsformat: „Nur etwas jede(r) vierte Beschäftigte in der bayerischen M+E-Industrie ist weiblich – obwohl die Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten enorm sind. Wir legen daher einen besonderen Fokus darauf, wie Frauen ihre Kompetenzen in der M+E-Branche optimal zum Einsatz bringen und für sich nutzen können.“

Hochkarätige Referentinnen und Referenten bereicherten das Programm:

Körpersprache und Wirkungskompetenz für Frauen in Führung  

Monika Matschnig, Managementtrainerin, Monika Matschnig Wirkung. Immer. Überall, Neufahrn bei Freising

Flexible Arbeitszeitmodelle – Voraussetzungen, Herausforderungen, Praxisbeispiele   

Brigitte Abrell, Buchautorin, Abrell Coaching, Memmingen

Mut zur Bewerbung – Welche Kriterien befördern den Aufstieg auf internen Karriereleitern  

Dr. Oliver Stettes, Leiter Kompetenzfeld Arbeitsmarkt- und Personalökonomie, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln

Bites Gestaltungsansätze aus Unternehmen  

Angelique Renkhoff-Mücke, Vorstandsvorsitzende, Warema Renkhoff SE, Marktheidenfeld

Susanne Lang, Geschäftsführende Geschäftsführerin, Mekra Lang GmbH & Co. KG, Ergersheim

Annette Grimm, Senior Vice President Human Relations Division Powertrain, Continental Automotive GmbH, Regensburg

Janina Kugel, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin, Siemens, München

Der internationale Vergleich: Frauen im Management verschiedener Länder und Kulturen   

Michael Stuber, Der D&I Ingenieur, Ungleich Besser European Diversity, Köln

Selbstbewusstsein, Auftreten, Umgang mit Niederlagen – Karrierehürden erfolgreich meistern

Tamara Wernli, Kolumnistin, Videobloggerin und Moderatorin, Tamara Wernli Media, Basel, Schweiz

Das Copyright für das Foto und das Programm liegt bei bayme vbm liegt und darf nicht ohne deren Genehmigung weiter verbreitet werden.

 

Karriere Teilzeitführung: Ein Modell mit Zukunft

Ein interessanter Artikel aus dem Newsletter AUTOMOBIL INDUSTRIE vom 16.10.2018:

Die Teilzeitführung fristet in deutschen Unternehmen noch ein Nischendasein. Die Präsenzkultur steht ihr oftmals genauso im Weg wie der Mythos, dass ein „guter“ Manager einen vollgestopften Terminkalender haben muss. Trotzdem nimmt das Modell „Führen in Teilzeit“ an Fahrt auf. Nicht nur, weil es die Work-Life-Balance verbessert.

Ob die Mitarbeiter mehr Zeit für die Familie haben, Angehörige pflegen oder sich für den nächsten Karriereschritt weiterbilden möchten: Der Automobilzulieferer Bosch bietet vielfältige Modelle an, damit Mitarbeiter ihre Arbeitszeit mit ihrer Lebenssituation in Einklang bringen können. ……….

Den gesamten Artikel finden Sie hier: https://www.automobil-industrie.vogel.de/index.cfm?nomobile=1&pid=1&pk=766388&p=1

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