Erste Doppelspitze bei Bild in Teilzeit: Simone Day und Stefanie May führen Ressort Leben und Wissen

Bild-Chefredakteur Johannes Boie sagt: „…Ich freue mich auch, dass wir erstmals bei Bild eine Doppelspitze in Teilzeit ernennen. So können redaktionelle Führungsaufgaben noch besser mit persönlichen und familiären Situationen kombiniert werden.“

Freut mich, dass nun auch die Bild dem Trend zum Jobsharing im Führungsbereich folgt.

Den gesamten Artikel finden Sie hier: https://kress.de/news/detail/beitrag/149299-erste-doppelspitze-bei-bild-in-teilzeit-simone-day-und-stefanie-may-fuehren-ressort-leben-und-wissen.html

Beiersdorf bekennt sich zur Frauenquote

„Bis 2025 möchte Beiersdorf Geschlechterparität auf allen Führungsebenen erreichen“ berichtet die Lebensmittel Zeitung vom 12. April 2022. Ein lohnenswertes und erwähnenswertes Ziel aus meiner Sicht!

„Durch Berufung dreier Frauen in das Führungsgremium hat Beiersdorf die Quote seit 2017 bereits von 0 Prozent 2017 auf 33 Prozent erhöht“, berichtet der Newsletter. „Zudem ermöglicht Beiersdorf durch Jobsharing das Führen in Teilzeit. Ende 2021 gab es 34 aktive Tandems.“

Ich wünsche dem Unternehmen viel Erfolg bei Umsetzung!!!

Der gesamten Text finden Sie hier: https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/karriere/gleichheitsversprechen-beiersdorf-bekennt-sich-zur-frauenquote-164701

„Frauen Aktionstage 2022“, Kempten

08.- 18. März

Fast hat man den Eindruck, die Corona-Pandemie hat uns in Sachen Gleichstellung weit zurückgeworfen. Viele sind auf dem Rückzug. Einigen bleibt fast keine Kraft zum „weiter voran“. Manche meinen, Gleichstellungsthemen wären doch jetzt nicht wichtig. Wir sagen: Gerade jetzt!

Höchste Zeit für ein kraftvolles, feministisches „Frauen Aktionstage“ Programm!

Es geht um Geld, es geht um „Empowerment“ und es geht um Umbruch & Aufbruch!

Rund um den Internationalen Frauentag und zum Equal Pay Day haben wir gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen wieder ein buntes Programm für Sie zusammengestellt.

Freuen Sie sich auf

·         Vorträge der bekannten Autorinnen Helma Sick („Ein Mann ist keine Altersvorsorge“), Brigitte Abrell („Führen in Teilzeit“) und Jovanna Reisinger („Spitzenreiterinnen“) sowie der EU-Politikerin Barbara Lochbihler

·         Diskussionen zu fairer Verteilung von Elternaufgaben und Beruf, Frauen als Unternehmens-Nachfolgerinnen und im Business

·         Workshops zur Prävention von sexueller Gewalt, zu finanzieller Absicherung und gegen den Perfektionismus!

Geben Sie die Einladung gerne weiter an Freund*innen, Verwandte, Bekannte, Töchter oder Mütter, Nachbar*innen, Kolleg*innen, usw.

Das Programm:

08.03.11:0017:00Internationaler Frauentag: Faire Rosen (11 – 14 Uhr)│Von der Pharaonin zum Heimchen am Herd ‖ Vortrag mit Autorin Helma Sick
09.03.19:00Frauenrechte sind Menschenrechte!  ‖ Vortrag von Barbara Lochbihler
10.03.19:00Frauen im Business ‖  Vortrag und Austausch
12.03.9:00Gehaltsverhandlungen für Frauen ‖ Workshop
13.03.19:30Darf der das?! ‖ Prävention im Gespräch
14.03.16:00Führen in Teilzeit ‖ Vortrag und Workshop mit Autorin Brigitte Abrell
14.03.20:00Eltern – Fair – Care ‖ Anregung, Austausch und Diskussion
15.03.16:30Perfektionismus schützt vor Reichtum – aber nicht vor Stress! ‖ Workshop
15.03.19:00Himbeeren bis zum Schluss! ‖ Vortrag
17.03.19:00Unternehmerinnen-Nachfolge ‖ Diskussion
18.03.19:00Spitzenreiterinnen! ‖ Lesung der Autorin Jovana Reisinger

Alle Infos finden Sie im Anhang als PDF und auf der Homepage www.kempten.de/Gleichstellung

Wegen der aktuellen Lage sind alle Veranstaltungen online. Die Zuschaltung ist unkompliziert und erfolgt bei den meisten Veranstaltungen über „Zoom“. Wir sind 30 Minuten vor jeder Veranstaltung online und helfen gerne bei der Technik!

Wir freuen uns auf Sie!

Mit besten Grüßen

Katharina Simon, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kempten

und die Kooperationspartner*innen der „Frauen Aktionstage“

Feedback zu meinem Buch:

Liebe Frau Abrell,
als Führungskraft Teilzeit hat mich Ihr Buch inspiriert.
Falls Sie mögen, hier ein kurzer Einblick in meine Erfahrungen: https://www.linkedin.com/pulse/f%C3%BChren-teilzeit-f%C3%BCr-mich-f%C3%BCgen-sich-karriere-und-familie-stippler/?originalSubdomain=de
Herzliche Grüße aus Köln
Sibylle Stippler
Senior Economist Institut der deutschen Wirtschaft, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Vielen Dank für die Rückmeldung und die Erlaubnis, diese zu veröffentlichen!

„Auf zwei Köpfe verteilt

Zwei Köpfe, eine Stelle – wie sich Führungspositionen als Doppelspitze oder mit Jobsharing ausfüllen lassen.“ ist der Titel eines sehr interessanten Artikels im Blog von KOM – Magazin für Kommunikation

Im Text wird von einem steigenden Interesse an Jobsharing im Führungsbereich berichtet und mit aktuellen Zahlen aus zwei großen Unternehmen belegt:

„Interesse an Jobsharing steigt

Daimler hat schon 2011 damit begonnen, Jobsharing für Führungskräfte zu fördern. Aktuell arbeiten von mehr als 12.000 Teilzeitbeschäftigten in dem Konzern rund 200 Tandems auf Führungsebene. Bei der Deutschen Bahn gibt es das Modell seit etwa sieben Jahren….. Vakanzen können grundsätzlich als Jobsharing-Stellen ausgeschrieben werden. Aktuell arbeiten bei der Deutschen Bahn 14 Tandems im Jobsharing-Modell, verglichen mit Daimler erscheint das wenig. Doch das Interesse steigt kontinuierlich.“

Aus beiden Unternehmen wird jeweils ein Top-Sharing-Team vorgestellt. Wer auf der Suche nach Best-Practice-Beispielen ist, wird hier fündig: https://www.kom.de/karriere/jobsharing-doppelspitze-auf-zwei-koepfe-verteilt/

Teilzeit in Führungspositionen ist hauptsächlich ein Männerthema?

Auf dem Presseportal von Randstad (vom 17.08.2021) werden die Ergebnisse der aktuellen Randstad-ifo-Personalleiterbefragung (Q2 2021) vorgestellt. Die Studie befragte bis zu 1.000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen und befasste sich unter anderem mit Führungspositionen in Teilzeit.

Danach besetzen 45% der interviewten Firmen Führungspositionen nicht in Teilzeit, für 40% ist Teilzeitbeschäftigung und Führungsverantwortung immerhin denkbar. „Das fehlende Angebot von Führungspositionen in Teilzeit hat viel mit der überholten Vorstellung von Führung und Kontrolle zu tun“, wird Richard Jager, CEO von Randstad Deutschland, in der genannten Pressemitteilung zitiert. „Arbeitszeit sollte in zukunftsgerichteten Unternehmen kein Maßstab mehr für Führungsleistung sein. Hier sind in erster Linie entsprechende fachliche und soziale Kompetenzen gefragt, alles andere ist eine Frage der Organisation und nicht der 40-Stunden-Woche,“ so Richard Jager.

Erstaunlich finde ich das Ergebnis der Studie: „Obwohl Frauen insgesamt viermal so häufig in Teilzeit beschäftigt sind (14,1% Frauen vs. 3,3% Männer), werden die wenigen Führungspositionen in Teilzeit immer noch häufiger von Männern besetzt. Von Frauen in Teilzeit besetzen lediglich 5,7% Führungspositionen. Hingegen sind 6,9% der Männer in leitender Position teilzeitbeschäftigt.

In der Industrie, wo der Männeranteil unter den Beschäftigten grundsätzlich höher liegt, sind fast doppelt so viele Männer in Führungspositionen teilzeitbeschäftigt (2,8% Frauen vs. 4,8% Männer). Im Dienstleistungssektor, der eher als Frauendomäne gilt, stehen 7,1% weibliche Führungskräfte in Teilzeit 6,4% männlichen Führungskräften in Teilzeit gegenüber. Einzig im Handel klafft das Verhältnis deutlicher auseinander. Hier halten 6,3% der Frauen und 10,1% der Männer Führungspositionen in Teilzeit inne.“

Dieses Fazit widerspricht allen bisherigen Statistiken, die mir bekannt sind. Umso mehr freut mich diese These, denn sie belegt, dass Teilzeitführung nicht nur ein Frauenthema ist. Je mehr Männer sich in der Führung für eine Teilzeitbeschäftigung interessieren, desto schneller wird die Arbeitszeitform sich verbreiten und umso selbstverständlicher auch Frauen zur Verfügung stehen. Gut so!

Best-Practice-Beispiele ohne Ende

Bisher arbeiten nur rund 12 Prozent der Führungskräfte in Deutschland in Teilzeit, ergab 2019 eine Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Das könnte sich bald ändern. Ob Beiersdorf, EWE, KfW, Commerzbank oder Datev, immer mehr Unternehmen bieten ihren leitenden Mitarbeitern Führen in Teilzeit und Tandem-Führung an und werben offensiv mit diesen attraktiven Arbeitszeitmodellen.

Beispiele gefällig:

Der Oldenburger Energieversorger EWE, der mehr als 8.500 Mitarbeitende beschäf­tigt, sind 60 Prozent der hochqualifizierten Frauen in Teilzeit beschäftigt, darunter auch etliche als Gruppenleiterinnen. Ihre Arbeitszeit können sie sich individu­ell einteilen. Es gibt Modelle von 20 bis 35 Stunden. Manche haben freie Zeiten oder Tage vereinbart, andere organisieren sich in Absprache mit ihrem Team flexibel, wieder andere erarbeiten sich zusätzliche Urlaubstage.

Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf etwa schreibt seit 2010 alle Stellen am Hauptsitz in Hamburg auch als Tandem-Posi­tionen aus. Aktuell sind bei den Hanseaten 27 Tandems bereichsübergreifend im Einsatz, 17 davon mit Personalverantwortung. Mehr über diese Modelle:

https://www.cio.de/a/beiersdorf-und-ewe-setzen-auf-flexible-karrieremodelle,3658364

Bei der staatlichen Förderbank KfW gibt es bereits 15 Tandems in den Chefetagen und die Commerzbank bietet schon lange Doppelspitzen und Leitungspositionen in Teilzeit an. Gelesen bei: 

Teilzeit-Chefinnen – mehr Frauen an der Spitze auch ohne Quote | hessenschau.de | Wirtschafthttps://www.hessenschau.de/wirtschaft/teilzeit-chefinnen—mehr-frauen-an-der-spitze-auch-ohne-quote,fuehrungskraefte-teilzeit-chefinnen-100.html

Das geht auch bei Männern: Stefan Bergner (46), Abteilungsleiter für Datenbanken beim Nürnberger IT-Dienstleister Datev, führt seit Jahren eine Abteilung mit 56 Personen in Teilzeit. Oder Heiko Hambrock (49), Geschäftsführer beim niedersächsischen Elektromobilitätsunternehmen EWE Go. Er führt ein Team von bis zu 60 Kollegen. Mehr dazu:

„Work-Life-Blending“: Wie Führungskräfte auch in Teilzeit Karriere machen – Business Insiderhttps://www.businessinsider.de/karriere/work-life-blending-fuehrungskraefte-sollten-in-teilzeit-die-gleichen-karriereschritte-moeglich-sein-wie-in-vollzeit-sagt-eine-expertin-a/

Faktisch gibt es keinen Grund, Führen in Teilzeit und Tandem-Führung nicht zuzulassen. Außer dem, dass man es sich nicht vorstellen kann, wie diese Modelle funktionieren sollen. Bei guter Vorbereitung und disziplinierter Durchführung klappt beides wunderbar.

Die oben genannten Beispiele belegen diese Behauptung einmal mehr! ;-))

Teilzeit ist auch für Führungskräfte möglich

Viele Führungskräfte haben wenig Zeit für Familie, Freunde oder ein Hobby. Doch auch verantwortungsvolle Posten sind mit reduzierter Stundenzahl möglich.

Der Wettbewerb um gute Fach- und Führungskräfte bringt viele Unternehmen dazu, flexible und familienfreundliche Arbeitsmodelle anzubieten: 

Geschäftsführer Heiko Hambrock, der beim niedersächsischen Elektromobilitätsunternehmen EWE Go ein Team von bis zu 60 Menschen führt, hat seine Arbeitszeit um 20 Prozent reduziert. Elena Hoberg, die das Privatkundenmarketing beim Telekommunikationsunternehmen EWE Tel leitet, arbeitet 28 Stunden pro Woche – verteilt je nach Bedarf.

Das Oldenburger Energie- und Telekommunikationskonzern EWE hält Führen in Teilzeit für zukunftsweisend und schreibt seit Dezember alle Führungspositionen teilzeitgeeignet aus – möglich sind Wochen-, Monats-, Jahres- und flexible Teilzeit. Beim Autobauer Volkswagen ist es grundsätzlich möglich, auf allen Managementebenen in Teilzeit zu arbeiten.

Diese Best-Practice-Beispiele und Hintergrundinformationen finden Sie hier:

https://www.channelpartner.de/a/teilzeit-ist-auch-fuer-fuehrungskraefte-moeglich,3655556

Beitrag vom 05.03.2021

Befragung von Kommunalverwaltungen zeigt: Vereinbarkeit ist Trumpf beim Recruiting

Kommunen werden bis 2030 zwischen einem Drittel und der Hälfte ihrer Beschäftigten in den Ruhestand verabschieden und rechnen mit wachsenden Problemen bei der Stellenbesetzung. Das ist ein Ergebnis unseres berufundfamilie Scouts „Stadtgespräch Vereinbarkeit“.

Die Umfrage wurde vom 02.11. bis 04.12.2020 online durchgeführt. Zwölf Kommunalverwaltungen (Bezirke, Gemeinden, Kreise, Landkreise, Städte) lieferten Antworten rund um den Stellenwert einer nachhaltigen Vereinbarkeitspolitik für das Employer Branding kommunaler Arbeitgeber.

Hier die Highlight-Ergebnisse:

• 75 % der auditierten Kommunalverwaltungen rechnen damit, dass sich in den kommenden fünf Jahren die Probleme bei der Stellenbesetzung verschärfen werden – sofern sich die Rahmenbedingungen und Anreize nicht verändern.

• 91,7 % finden Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bei der Werbung von Fachkräften besonders wichtig. Das ist damit die Top-Antwort.

• 100 % der zertifizierten Kommunalverwaltungen stufen Maßnahmen zur Vereinbarkeit für die Bindung von Personal als sehr wichtig (25 %) oder wichtig (75 %) ein.

• 58,4 % der befragten Kommunen werden in Bewerbungsgesprächen auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben häufig (41,7 %) bis sehr häufig (16,7 %) angesprochen. Keiner der Kommunen berichtet, dass Bewerber*innen die Vereinbarkeit überhaupt nicht thematisieren.

• 83,3 % berichten, dass die Nachfrage nach Vereinbarkeitslösungen durch ihre Beschäftigten in den vergangenen fünf Jahren gestiegen ist. Bei keinem ist sie gesunken.

• 75 % der zertifizierten Arbeitgeber aus der Branche Kommunen schätzt, dass die Nachfrage nach Vereinbarkeitslösungen bei den Beschäftigten in den kommenden fünf Jahren steigen wird. Jede vierte Kommunalverwaltung geht davon aus, dass die Nachfrage in etwa so hoch bleiben wird wie sie momentan ist. Keine der Kommunen ist der Meinung, dass die Nachfrage sinken wird.

• 91,6 % der auditierten Kommunalverwaltungen stufen die strategische familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik als wichtig (58,3 %) bis sehr wichtig (33,3 %), um die Produktivität in der Coronapandemie aufrecht zu erhalten. Keine der Kommunen hat diese als unwichtig erlebt.

Die Präsentation der Ergebnisse finden Sie hier: https://www.berufundfamilie.de/images/dokumente/PraesentationExcerpt_bfSScout_StadtgespraechVereinbarkeit_Kommunen_Dez2020.pdf

In Spanien steht Vätern seit Januar genauso viel Elternzeit zu wie Müttern

– mit der Besonderheit, dass die Zeit nicht auf die Mütter übertragbar ist. Damit sollen die Väter animiert werden, sich zu kümmern. Ob das klappen kann?

Seit 1. Januar 2021 haben Väter in Spanien Anspruch auf eine ebenso lange Elternzeit wie Mütter, nämlich 16 Wochen. Und nicht nur das: Die ersten sechs Wochen Elternzeit unmittelbar nach der Geburt sind für die Väter sogar obligatorisch. Zudem erhalten beide Eltern vollen Lohnausgleich. Das Gesetz der spanischen Gleichstellungsministerin Irene Montero, das bereits unter ihrer Vorgängerin beschlossen wurde, ist ehrgeizig.

Es gibt keine Musterlösung, um eine egalitäre Erziehung zu begünstigen, aber durchaus Punkte, über die man in Deutschland nachdenken sollte.“

Ein interessanter Beitrag von Karin Janker und Hannah Wilhelm, in der Süddeutschen Zeitung vom 18.01.2021:

Meine Zeit, deine Zeit, Elternzeit – Wirtschaft – SZ.de (sueddeutsche.de)